Freie-Marktwirtschaft-Kulturflatrate

2005年06月20日 (月曜日) 23時13分

Gut, das war ja ein ganz schöner Schock mit Apple und TPM auf x86ern. Wie kommen die nur auf die Idee? Die sind doch die Guten! Wie können die nur das Computerindustrie-Gegenstück zu DRM verwenden? Im iPod wird doch auch kein DRM... "oh."

Naja, reden wir über Musik.

Knowledge Brings Fear, Die Musikindustrіe-Diskussion:
http://frank.geekheim.de/?p=62

[...] Der einzige gerechte Weg eine Kulturflatrate einzuführen ist perfektes Watermarking. Nur so lässt sich ein Weg finden die Einahmen aus der Flatrate entsprechend der Popularität an die Künstler zu verteilen. Mit diesem Watermarking und dem Zwang zu mit diesem System kompatiblem Playern könnten Downloads, Radio-Abspielungen, Webradio-Abspielungen (direkt umgerechnet auf Hörerzahlen) usw. usf. komplett erfasst werden und zugeordnet werden. D.h. der Preis für eine Kulturflatrate ist eine Kompletterfassung des Medienabspielens, GEMA de luxe. [...]

Ich muss dazu sagen, auf'm Camp Discordia war ich leider nicht, ich bin... äh... pleite. Aber meinen Senf muss ich jetzt trotzdem mal dazu abgeben. Ich weiss zwar nicht ob meine Ideen schon längst durchdiskutiert worden sind, und aufgrund von irgendwas, das ich nicht sehe, verworfen worden sind... aber egal. Here it comes:

Kulturflatrate nach den Prinzipien der freien Marktwirtschaft

Der Kernpunkt der Idee ist, statt dem Tracken der Bevölkerung eine Art Zahlungsmittel zu geben, das als Abstimmungsorgan funktioniert. Nennen wir sie mal, in Anlehnung an Theatereintrittskarten, Billets. Jeder Bürger ab einem bestimmten Alter, z.B. 6 Jahre, bekommt pro Zeitraum, z.B. 1 Quartal, eine bestimmte Anzahl Billets vom Staat, sagen wir 5. Auf diese Billets kann ein Titel, oder besser eine EAN» eingetragen werden.

Jetzt geht unser Lieblingsbürger Otto in den Laden, Musik kaufen. Musik-CDs unterliegen hierbei einem Einheitspreis, der die Produktions- und Logistikkosten decken sollte. (Sagen wir, 50 Cent) Er kann kaufen wieviele er will, noch setzt er dabei auch die Billets nicht ein.

Alternativ geht unser Lieblingsbürger Otto ins Internet und zerrt sich die Musik aus der nächstbesten Tauschbörse. Und zahlt halt seinem ISP die Internetkosten, aber sonst nichts.

Nun hat Otto die Musik, hört sie eine Weile, findet das es gequirlte Pop-Kacke ist und tut nichts. Oder er findet sie gut - so gut, dass er auf eins (oder mehrere) von seinen Billets die der EAN der Musik einträgt und das Billet in den nächstbesten Postkasten wirft. (Nebenbei verdient die Post gleich noch was daran. Das Porto blecht aber der Staat.)

Der Rest dürfte klar sein, der Staat sammelt die Billets zusammen und zahlt den jeweiligen Künstlern entsprechend einer komplexen Formel Teile des Kulturbudgets aus. Das Kulturbudget könnte man hierbei über die wiedereingeführte Vermögenssteuer finanzieren...


So, das war's. Meiner Meinung nach wäre das ein ideales System - es ist anonym, erfordert keinerlei Tracking, erhält die Möglichkeit zum Erwerb von Original-CDs und integriert die Tauschbörsen. Kommentare bitte!

Kommentareintrag:

Recht haste ...

2005年06月21日 (火曜日) 11時24分
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